Apr 24
Was ist eine Wurzelbehandlung?
In jeder Zahnwurzel befindet sich eine Art Hohlraum, in dem sowohl die Zahnwurzel als auch das so genannte Zahnmark verborgen ist. Klagt ein Patient über starke Zahnschmerzen, so ist die Ursache oft eine Entzündung dieses Zahnmarks. In besonders schweren Fällen ist das Zahnmark jedoch nicht nur entzündet, sondern bereits gänzlich abgestorben. Die Entfernung des Zahnmarks an einem bestimmten Zahn bezeichnet man als Wurzelbehandlung.
Der Ablauf der Wurzelbehandlung:
Zu Beginn einer professionell durchgeführten Wurzelbehandlung wird der Patient erst einmal über den Ablauf der Behandlung und die möglichen Risiken bzw. Komplikationen hingewiesen. Viele Praxen sichern sich davei auch noch einmal schriftlich ab und lassen den Patienten eine Erklärung unterschreiben, in der er zusichert, dass er über die Risiken aufgeklärt wurde und daher keine Regressansprüche stellen wird. Als nächstes wird die örtliche Betäubung verabreicht, um die Behandlung möglichst schmerzfrei zu halten. Dabei wird das gesamte Gewebe rund um den betreffenden Zahn betäubt. Ist der Patient ausreichend narkotisiert, folgt Schritt drei der Wurzelbehandlung: der Arzt kann den Zahn öffnen und das entzündete Mark entfernen. Danach wird der Zahn mit einer antimikrobakteriellen Spülung gereinigt. Ist dies geschehen, kann man sehen, wie viele Wurzeln und Wurzelkanäle der betreffende Zahn enthält. Alle vorhandenen Kanäle müssen nun fest verschlossen werden. Zahnärzte verwenden dafür ein Füllmaterial, das wachsähnliche Eigenschaften hat. Der Zahn wird anschliessend wieder mit einer besonders harten Kunststofffüllung geschlossen, um den Zahn so stabil zu machen, wie er im gesunden Zustand einmal war. In manchen Fällen empfiehlt es sich allerdings auch, zusätzlich eine Krone auf die behandelte Stelle aufzubringen.
Apr 22
Die Versieglung der Zähne sollte bei Kinder dann durchgeführt werden, wenn die bleibenden Backenzähne komplett durchgebrochen sind und nicht mehr mit Zahnfleisch bedeckt sind. Die Versieglung verhindert, dass trotz regelmäßiger Pflege Bakterien in die sogenannten Fissuren der Zähne eindringen können. Um die Zahnversieglung durchführen zu können, muss der entsprechende Zahn äußerst sorgfältig trockengelegt werden. Danach wird der Zahn mit Bürstchen intensiv gereinigt. Die zu versiegelnde Fläche wird dann mit einer kurzen Schmelzätzung angeraut. Dies macht man, damit der Versieglungslack eine Verbindung mit dem Zahnschmelz eingehen kann. Der dünnflüssige Versieglungslack wird dann sorgfältig auf den Zahn aufgebracht und mit UV-Licht ausgehärtet. Die Zahnversieglung ist nach einer Fluoridierung mit einem Fluoridgel abgeschlossen.
Lohnt sich die Zahnversiegelung?
Oftmals kommt die Frage auf, warum man die Zähne überhaupt versiegeln lassen sollte. Die Antwort ist recht simpel: jeder Zahn hat kleine Einbuchtungen, die sogenannten Fissuren. Diese Fissuren sind selbst bei sorgfältigster Pflege nicht optimal zu reinigen, sodass sich hier Bakterien einnisten können, die auf Dauer den Zahn massiv schädigen können. Mit der Zahnversieglung kann man die Kariesanfälligkeit der Zähne um bis zu 90 % verringern. Die Zahnversieglung ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode, um die Prophylaxe entsprechend zu ergänzen. Bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr ist die Zahnversieglung Kassenleistung. Bei Erwachsenen wird die Zahnversieglung leider nicht mehr von den Kassen übernommen und man muss diese Leistung mit dem Zahnarzt direkt abrechnen.
Allerdings wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen, dass die Versieglung der Zähne bei Kindern keinen ausreichenden Schutz bietet, wenn ansonsten nicht auf die richtige Zahnhygiene geachtet wird. Daher ist eine Versieglung bei Kindern teilweise auch mit Vorsicht zu genießen, denn Kinder denken dann, warum sollte man Zähne putzen, denn die Zähne sind ja durch den Lack geschützt. Hier ist die Mitarbeit der Eltern sehr wichtig, denn nur das optimale Zusammenspiel von Zähneputzen und Zahnversieglung bietet den gewünschten Erfolg.