Dez 20
Viele Menschen leiden in Deutschland an empfindlichen Zähnen und wissen dies oftmals gar nicht. Empfindliche Zähne bedeuten dabei, dass man aufgrund eines Zahnfleischrückgangs sowie durch Änderungen an der Oberfläche der Zahnwurzel sehr häufig von Zahnschmerzen betroffen ist. Als häufigste Ursache für empfindliche Zähne gelten frei liegende Zahnhälse, die durch einen Rückgang des Zahnfleisches entstehen. Da die Zahnwurzeln nicht mehr von Zahnschmelz bedeckt sind, liegen nun sehr viele kleine Kanäle frei, welche zum Nervenzentrum des Zahns führen. Wenn Hitze, Druck oder Kälte zu diesen Kanälen gelangt, spüren die Betroffenen Schmerzen.
Sofern eine solche Überempfindlichkeit nicht behandelt wird, kann es zu weiteren Zahnproblemen, wie in etwa der Wurzelkaries, kommen. Gerade dadurch, dass die betroffenen Patienten beim Zähneputzen die schmerzenden Stellen auslassen, ist die Gefahr, weitere Zahnerkrankungen zu bekommen, sehr groß. Wer einen ziehenden Schmerz an den Zähnen unmittelbar nach dem Trinken oder Essen von süßen, heißen oder kalten Nahrungsmitteln und Getränken verspürt, sollte sich mit dem Gedanken anfreunden, empfindliche Zähne zu haben. Mittlerweile ist jeder vierte Erwachsene von empfindlichen Zähnen betroffen, wobei die Beschwerden nicht immer präsent sind, sondern mit der Zeit kommen und gehen.
Bei empfindlichen Zähnen sollte man seinen Zahnarzt darüber informieren. Im Normalfall können diese erfolgreich behandelt werden, indem man entweder einen Fluorid-Lack aufgetragen bekommt oder aber die Kanälchen mit Kunststoff verschlossen werden. Selbst kann man aber auch einiges tun, zum Beispiel eine Zahnpasta verwenden, welche speziell für empfindliche Zähne geeignet ist. Die Wirkstoffe, welche in dieser Zahnpasta enthalten sind, können das Schmerzempfinden verringern oder dazu führen, dass sich die frei liegenden Kanälchen langsam wieder schließen. Der Zahnarzt weiß, welche Produkte für die empfindlichen Zähne geeignet sind und kann seinen Patienten entsprechende Empfehlungen geben. Außerdem sollte man natürlich auf die richtige Putztechnik achten, ansonsten fördert man den Verschleiß seiner Zähne, was dazu führt, dass diese empfindlich werden. Besonders hilfreich können elektrische Zahnbürsten sein, denn diese führen automatisch die richtige Putztechnik durch.
Dez 08
Die letzten Jahre haben viele Wissenschaftler damit verbracht, einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Frühgeburten oder einem geringen Geburtsgewicht zu untersuchen. Bei vielen Untersuchungen konnte ein deutlicher Zusammenhang nachgewiesen werden. Schwangere Frauen, die Zahnfleischerkrankungen hatten, haben auch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, ein zu früh oder zu klein geborenes Baby zu bekommen. Zahnpflege während der Schwangerschaft ist also besonders wichtig.
Eindeutig herauskristallisiert hat sich bei diversen Untersuchungen, dass Botenstoffe des Immunsystems, welche sich durch eine Entzündungsreaktion am Zahnfleisch bilden, einen Einfluss auf die Gebärmutter haben und somit frühzeitige Wehen auslösen können. Außerdem nehmen viele Wissenschaftler an, dass das Risiko, eine Frühgeburt zu bekommen, steigt, je länger die Zahnfleischerkrankungen besteht und nicht behandelt wird.
Für eine gesunde Schwangerschaft kann man einiges tun. Vor allem der Kontrollbesuch beim Zahnarzt, bei welchem man eventuell bestehende Zahnprobleme behandeln kann, ist sehr wichtig. Bereits vor der Schwangerschaft sollte man seinen Zahnarzt regelmäßig aufsuchen, damit Probleme an den Zähnen und dem Zahnfleisch rechtzeitig erkannt und behandelt werden können. Aufgrund der hormonellen Umstellung des Körpers misst man den Zähnen und dem Zahnfleisch während einer Schwangerschaft eine besondere Bedeutung zu. Eine noch gründlichere Mundhygiene, bei der auch regelmäßig Zahnseide verwendet wird und man auch auf Zahnzwischenraumbürsten zurückgreift, sowie eine ausgewogene Ernährung und eine professionelle Zahnreinigung sind nun erforderlich. Dadurch kann man nämlich die so genannte Schwangerschaftsgingivitis verhindern.
Studien zeigen, dass während einer Schwangerschaft vor allem Zahnfleischentzündungen aufkommen, wenn sich Plaque an den Zähnen bildet und damit das Zahnfleisch irritiert. Als Symptome sind entzündetes, rotes und sogar blutendes Zahnfleisch ausschlaggebend. Außerdem besteht gerade während der Schwangerschaft ein höheres Risiko, Gingivitis zu bekommen, da der erhöhte Hormonspiegel dafür sorgt, dass die Reizstoffe in der Plaque noch verstärkt werden. Bei einem Zahnarztbesuch ist deswegen auch wichtig, dass man seinem Zahnarzt mitteilt, dass man schwanger ist. Im ersten Schwangerschaftdrittel sollte man eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen. Sofern dringende zahnärztliche Behandlungen anliegen und nicht auf einen Termin nach der Entbindung verschoben werden können, sollte man einen Termin am besten zwischen dem vierten und sechsten Monat der Schwangerschaft wahrnehmen. Denn in den ersten drei Monaten wäre der Stress eines Zahnarztbesuchs für das Baby einfach zu groß.