Füllungen


Auch bei gründlicher Zahnpflege kann ein Zahn von Karies betroffen sein, wird im Idealfall allerdings durch regelmäßige Besuche beim Zahnarzt sehr früh erkannt. Es muss sofort eine Füllung in den Zahn, damit die Karies sich nicht ausbreiten und den Zahn weiter schädigen kann. Bevor die Füllung in den Zahn gegeben werden kann, muss der Zahnarzt die Karies erst einmal vollständig mit dem Bohrer entfernen. Das nun gesäuberte Loch wird noch einmal gereinigt und gründlich desinfiziert, bevor die Füllung eingesetzt werden kann, die der Zahnarzt gleich direkt in der Praxis anfertigt.

Für Füllungen gibt es vier verschiedene Materialien, die in Frage kommen: Amalgam, Keramik, Kunststoff und die Goldlegierung.

Amalgam ist jedoch umstritten. Viele Patienten haben ihre alten Amalgamfüllungen inzwischen herausnehmen und neue Füllungen aus Kunststoff oder Keramik einsetzen lassen. Diese Füllungen sind nicht nur kosmetisch viel schöner, denn sie sind nicht sichtbar, sondern auch gesünder. Die Kosten trägt der Patient allerdings selbst, es sei denn, es besteht nachweislich eine Amalgam-Unverträglichkeit: ist eine solche attestiert, müssen die Krankenkassen die Kosten für Füllungen mit Kunststoff übernehmen.

Als Inlay bezeichnet man die Füllungen aus Goldlegierung oder aus Keramik. Um Füllungen mit einem Inlay vorzunehmen, muss der Zahnarzt das Keramik abfräsen, bis es exakt in das Loch passt. Bei der Goldfüllung wird das Inlay gegossen. Nach dem Einsetzen wird es mit einem speziellen Kleber fixiert, damit es dauerhaft hält. Inlay Füllungen halten bis zu fünfzehn Jahren, allerdings können sie nicht in jedem Zahn eingesetzt werden – ob die Gegebenheiten vorhanden sind, muss der Zahnarzt entscheiden.

Alternativ zur Füllung mit einem Inlay oder zur Amalgam-Füllung kann Kunststoff verwendet werden. Dieses Material lässt sich auf ähnliche Weise anrühren wie Amalgam und ebenso einfach verarbeiten. Der noch weiche Kunststoff wird einfach in das Loch gefüllt und im Anschluss mit einer speziellen Lampe ausgehärtet.

Die Krankenkassen zahlen jedoch nur Amalgam-Füllungen. Füllungen aus Goldlegierung oder Keramik müssen vom Patienten selbst finanziert werden. Kunststoff-Füllungen werden nur an den vorderen Zähnen von den Krankenkassen übernommen.